Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Neueste Initiativen

Suche nach Patientenakten auch online

Das Bundesarchiv erleichtert Recherche nach Opfern der NS-"Euthanasieverbrechen". Die rund 30.000 Krankenakten von Opfern der NS-"Euthanasie" und ist nun auch beim Bundesarchiv über eine Datenbank erschlossen, die unter anderem Namen, Geburtsdaten und Anstaltsorte zu den Opfern der Tötungsverbrechen enthält. Diese Informationen stellt das Bundesarchiv jetzt auch online bereit.

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Mahnmal für die Euthanasie-Opfer

Auf dem Stadtfriedhof  Braunschweig, Gräberfeld 1c, findet am Donnerstag, 31. Mai, um 18 Uhr die Einweihung eines Mahnmals für Euthanasie-Opfer der NS-Zeit statt. Eine Projektgruppe der Gedenkstätte Friedenskapelle hat die Errichtung dieses Gedenkortes vorbereitet

Die Idee zum Mahnmal entstand im Rahmen einer Schülerausstellung zum Thema NS-"Euthanasie" in der Gedenkstätte Friedenskapelle. Sie trug den Titel "Hingesehen - Weggeschaut" . In der Gedenkstätte gibt es "Totenbücher", in denen die Namen von "Euthanasie"-opfern verzeichnet sind, deren Urnen in den 1940ern auf einem Urnenfeld des Braunschweiger Friedhofs anonym beigesetzt wurden.

Eine Arbeitsgruppe  hat im Anschluss die Idee der Ausstellung zum Grauen Bus aufgegriffen und konkrete Vorstellungen zu Form, Material und Beschriftung eines Mahnmals entwickelt. Es wird eine Glasstele aufgestellt werden. Auf der Stele werden voraussichtlich 27 Namen aufgelistet sein mit Geburts- und Todesjahr. Hinter der Stele werden im Halbkreis Pflöcke mit je einer Lichtkugel für jeden Ermordeten aufgestellt. Die Seelen der Ermordeten stehen dem Betrachter dann sozusagen im Halbkreis gegenüber, und die Glasstele ist die "Trennung" zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Unter der Liste der Namen wird der Talmud-Spruch der Stolpersteine stehen - "Ein Mensch ist erst vergessen,...". Eine Erörterungstafel (in Standardsprache und Leichter Sprache) wird zusätzlich am Eingang zum Urnenfeld aufgestellt.

Steine der Erinnerung in Liesing

Als erster Wiener Bezirk gedenkt Liesing der Opfer der Euthanasie im Nationalsozialismus. Am 15. Mai 2018 wurde im Zuge der offiziellen Eröffnung des Liesinger Schlossparks für sie eine Gedenktafel enthüllt. Sie trägt die Namen von 140 ermordeten Menschen mit Bezug zum heutigen Bezirk Liesing. Sie wurden laut den Recherchen des Vereins Steine der Erinnerung in Liesing in den Jahren 1940 und 1941 ermordet.

Viele dieser Opfer lebten zuvor im sogenannten Versorgungshaus, einer Pflegeanstalt im Liesinger Schloss, und in anderen sozialen Einrichtungen im 23. Bezirk. Die Tafel erinnert außerdem an Menschen, die zuvor in Liesing wohnhaft waren, dann in Anstalten außerhalb Wiens untergebracht und in Hartheim oder anderen Tötungsanstalten ermordet wurden. Es ist anzunehmen, dass weitere Menschen im Zuge der Euthanasie ermordet wurden.

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Gedenkstätte für Euthanasie-Opfer in Langenhorn eingeweiht

Eine neue Gedenkstätte für Euthanasie-Opfer der NS-Zeit ist am Mittwoch den 02.05.2018 in Hamburg-Langenhorn eingeweiht worden. Sie befindet sich vor der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt in Ochsenzoll, der heutigen Asklepios-Ochsenzoll GedenkstaetteKlinik Nord. Über 3.600 Patienten wurden damals von dort aus in Tötungs- und Verwahranstalten verlegt. Über 2.400 von ihnen fielen dem Euthanasie-Programm zum Opfer, weitere zwölf Kinder wurden bei medizinischen Versuchen ermordet.

Im Mittelpunkt der Feier stand das Gedenken an die jüdischen Opfer. Erinnerung sei nötig, um "das Unfassbare immer wieder aus dem Schatten des Schweigens zu holen", sagte Bischöfin Kirsten Fehrs. Allein bei dem ersten Euthanasie-Transport seien 136 Jüdinnen und Juden deportiert und noch am selben Tag in der Gaskammer von Brandenburg ermordet worden.

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