Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Gottlob Assenheimer wurde am 23.12.1876 in Eschenau geboren.
Er heiratete 1903 Hedwig Aichele in Stuttgart. Neben den zwei eigenen Kindern adoptierte das Ehepaar ein weiteres Kind. Es war Gottlob. Gottlob war von Beruf Schreiner und lebte mit der Familie in der Finkenstraße 28 im 2. Stock.1930 erkrankte Gottlob Assenheimer an Melancholie.
Als sich sein Zustand im Juni 1935 verschlechtert, wird er wieder nach Winnental gebracht.
Diese wenigen Worte schrieb Gottlob Assenheimer anlässlich eines Besuches seiner Schwester Anna auf.
Zwei Jahre später, am 11. Juni 1940, wurde er mit 69 weiteren Kranken in einem der „grauen Busse“ nach Grafeneck gebracht und ermordet. 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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