Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


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Dieter Grothenn: Auch ich hätte vielleicht nicht überlebt

Guten Tag,

ich bin 1950 geboren und von Geburt an körperlich behindert (Rollstuhl) und auf "Persönliche Assistenz" angewiesen, da ich mich zum Beispiel nicht allein An- und Ausziehen kann und auch sonst in alltäglichen Dingen Hilfe benötige. Ich habe ja keine geistige Behinderung und habe über 30 Jahre als Verwaltungsangestellter gearbeitet. Als Kind war das aber ja noch überhaupt nicht abzusehen. Wenn ich mich näher mit dem Thema beschäftige frage ich mich natürlich ob auch Kinder mit ausschließlich körperlicher Behinderung dem Mordprogramm der Nationalsozialisten zum Opfer gefallen sind. Zuzutauen wäre es den Organisatoren des Programms ja ohne Weiters.

Mit freundlichen Grüßen aus Bremen
Dieter Grothenn


29.01.2019
Gast: Meine Grossmutter

Ich suche seit vielen Jahren meine Grossmutter, Ida Luise Lydia Heinemann, geb. Fern. Geboren in Wuppertal Elberfeld. Ich kontaktierte die Klinik in Langenfeld und mit wurde bestätigt, daß sie sich dort aufgehalten hat und ein Weitertransport nach Hadamar erfolgte. Für jegliche Hilfe,wäre jeder Dank zu wenig! Mit freundlichen Grüssen. Ich bete für alle Euthanesieopfer, die auf so sinnlose Weise ihr Leben verloren.


02.04.2019
Petra Thomas: Der Tod meiner Schwester Veronika Sturm in Galkhausen 1964

Meine Schwester Veronika ist im Jahr 1964 zehnjährig in Galkhausen, heute Langenfeld,  angeblich an einer Lungenentzündung gestorben. Veronika war behindert,  so dass unsere Mutter sie nicht auf die Reise  mit dem Zug nach Pommern zu den Grosseltern mitnehmen konnte.

Geplant war, dass Veronika  eine Woche im Kinderheim auf dem Gelände Galkhausen  verweilen sollte,  bis unsere Mutter  mit uns drei restlichen Schwestern wieder zurück war von der Reise in die Ostzone .

Einen Tag  nach unserer Rückkehr kam dann die Nachricht, dass Veronika an einer Lungenentzündung gestorben sei, obwohl sie zum Zeitpunkt ihrer

Ankunft in Galkhausen  eine Woche zuvor keinerlei Anzeichen für eine Lungenentzündung aufwies. Meine Mutter wollte Veronika unbedingt sehen. Sie musste feststellen, dass seitlich rechts vom Hals zum Kopf ein langer Hautschnitt gemacht worden war, der provisorisch abgedeckt war.

Unsere Mutter machte sich die bittersten Vorwürfe,  nach 9 Jahren  zum ersten mal ihre Eltern wieder gesehen zu haben. Das war der höchste Preis, den unsere gesamte Familie,  allem voran unsere Schwester Veronika, bezahlen musste. 

Petra Thoma


21.03.2019
Sven : Euthanasie

Muss euch ein Lob aussprechen für eure sehr liebevolle Page.

Bis heute habe ich mich mit dem Thema Euthanasie nie auseinander gesetzt und musste mit erschrecken feststellen wie viele Todesopfer es im 3 Reisch dadurch gab. Dank meiner Kinder habe ich mich heute mal einwenig mit dem Thema befasst weil sie es gerade in Geschichte haben und auch etwas über ein Kind was damals durch die Euthanasie ums Leben gekommen ist etwas in Erfahrung bringen sollen. Sie sollen damit wie es auch hier auf der Page heißt keiner darf vergessen werden.

So bitte macht weiter mit eurer tollen Arbeit es gibt noch so vieles was wir nicht wissen 

liebe Grüße 

Sven 


13.11.2018
Martina Lenzen: Hinsehen

Es ist schon erschütternd, dass es so lange dauert, bis man sich dem stellt.

Ich denke, dass dieses Gästebuch der Ort ist, um auf etwas aufmerksam zu machen, was schockieren muss.

Die schlimmen Pflegemissstände, der Umgang mit alten Menschen, ist ein Thema, dem wir uns erst jetzt stellen.

Der Bundestag hat beschlossen - und das kann nicht akzeptiert werden - dass Medikamentenversuche an dementen Menschen erlaubt werden.

Am 11.11.2016 stimmten mit  der Mehrheit  von CDU/CSU und SPD die Abgeordneten dafür: harmlos unter Arzneimittelverordnung.

Demente Menschen können im weiteren Verlauf nicht mehr "Stopp" sagen. Aus "Rechtlos und ausgeliefert" dann Zu Recht gemacht und

ausgeliefert.


27.09.2017
 
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