Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wieder geben.


Johannes Barke ist am 21. Juli 1878 in Bilshausen geboren. Er wurde zu einem unbekannten Datum in die Anstalt Herborn aufgenommen. Herborn fungierte im Jahr 1941 als Zwischenanstalt für die Tötungsanstalt Hadamar. Von Herborn wurde Herr Barke am 17. Juli 1941 in einem Transport mit 80 weiteren Patienten nach Hadamar gebracht. Die Patienten eines solchen Transports wurden in der Regel noch am Tag der Ankunft in die im Keller der Anstalt befindliche Gaskammer gebracht und ermordet. Der 17. Juli 1941 ist daher als der Todestag von Herrn Barke anzusehen. Das damals offiziell mitgeteilte Todesdatum (hier „04.08.1941“) und die Todesursache wurden falsch angegeben, um Angehörige und Behörden zu täuschen. 

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

Karte

Denkmal

Stolpersteine

In's Gesicht sehen

Aufarbeitung

Unterstützer

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok