Gedenken an die Opfer der NS - Euthanasie
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist'

Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Idendität wieder geben.


Zur Person von Anna Waldner wissen wir leider nur sehr wenig. Weder in der´Christian-Doppler-Klinik in Salzburg, noch im Bundesarchiv in Berlin sind Krankenakten erhalten geblieben. Geboren wurde sie am 19.02.1908 in Marburg.

Im Juni 1938 kam sie mit der Diagnose Schizophrenie in der Landes Heil- und Pflegeanstalt Salzburg. Im Aufnahmebuch ist vermerkt, dass  sie in Hallein am Unteren Markt Nr. 2 (80) wohnt, ledig und katholisch ist.

Am 25. Mai 1941 wurde Anna Waldner im Rahmen der Aktion T4 gemeinsam mit anderen Patientinnen in die Tötungsanstalt Schloss Hartheim bei Linz abtransportiert und dort vergast.

externer LinkDie Opfer

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwertes Leben“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen.

Hier finden sich einige der oft kurzen Lebens- und Leidensgeschichten von Opfern der Euthanasie. Es sind erschütternde Berichte, in mühevoller Kleinarbeit recherchiert von Journalisten, Historikern und zunehmend auch Angehörigen im Rahmen der Familienforschung.

Jede einzelne Geschichte ist es Wert, gelesen zu werden, denn hinter ihnen steckt das Schicksal von Menschen, die gequält und ermordet wurden. Die Geschichten geben stellvertretend auch den vielen anonymen Opfern ein Gesicht.

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